top of page

🧨 „Runtergefallen. Kaputt. Beschuldigt. Punkt.“

  • 4. Juli 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn ein Gerät mehr Schutz bekommt als der Mensch, der arbeitet.


Sie hatte keinen Titel.


Keinen eigenen Schreibtisch.


Kein Namensschild an der Tür.


Aber ohne sie wär’s nicht sauber gewesen. Nicht hygienisch. Nicht möglich.


Und trotzdem war sie sofort schuldig, als etwas zu Bruch ging –


obwohl sie es nicht einmal berührt hatte.


Sie war keine, die groß auffiel.Sie sagte selten etwas. Kam pünktlich. Ging leise. Tat ihre Arbeit mit Hingabe.Der große Name am Institut stand nie auf ihrer Jacke – nur „Fremdfirma Reinigung“.Aber ohne sie wär’s dort nicht so sauber gewesen. Nicht so hygienisch. Nicht so verlässlich.

An einem ganz normalen Tag wischte sie das Labor.Wie immer. Wie angewiesen.Sie machte nichts anderes als sonst – außer dass dieses eine Gerät plötzlich fiel.


Nicht durch Unachtsamkeit.Sondern weil es am Rand stand, auf einem provisorischen Tisch,nicht gesichert, nicht beschriftet, nicht gekennzeichnet.Aber teuer. Sehr teuer.

Und das reichte.


Am nächsten Tag stand sie beim Vorgesetzten.Dann beim Dienstleister.Dann bei der Versicherung.Und am Ende: bei sich selbst.


Denn keiner fühlte sich zuständig.Nicht der Laborleiter. Nicht der, der es dort abgestellt hatte.Nicht der, der die Verantwortung für die Geräte trägt.


Nur sie.Die mit dem Mindestlohn.Die, die nicht wusste, was das Gerät überhaupt tat.Die, die plötzlich alleine zahlen sollte – für etwas, das nie ihre Verantwortung war.


So geht es vielen.Nicht nur Reinigungskräften. Auch Lagerhelfern. Pflegehilfen. Küchenhilfen.Die, die kein Namensschild tragen. Keine eigenen Schlüssel haben.Die nur kommen, damit der Betrieb läuft.

Aber wehe, etwas geht kaputt.Dann sind sie plötzlich sichtbar.Aber nicht als Menschen.Sondern als „Verursacher“.


Dass das System versagt hat?Dass niemand für Sicherheit, Unterweisung oder Verantwortung gesorgt hat?Wird gern vergessen.



Ich wünsche mir eine Arbeitswelt, in der der Mensch mehr zählt als das Gerät. In der Reinigungskräfte nicht mehr die Unsichtbaren sind,sondern die Unverzichtbaren. In der Verantwortung nicht nach Dienstleisterstatus verteilt wird,sondern nach Gerechtigkeit.

Denn: Wer sauber macht, macht nicht dreckig.Aber so oft wird genau diesen Menschen Schmutz unterstellt,wenn andere ihre Pflichten nicht wahrnehmen.


🐾 Krümels Kommentar:

„Also wenn ich was vom Tisch schmeiß, gibt’s höchstens ’nen schrägen Blick.Aber Mama sagt: Ich bin neugierig, nicht nachlässig.Vielleicht brauchen manche Menschen auch so einen Blick.Oder ein bisschen mehr Katzenverstand.“ 😼

Kennst du auch solche Situationen?Hast du erlebt, dass jemand die Schuld bekommen hat,nur weil niemand anderes sie tragen wollte?

Dann schreib mir.Vielleicht ist es Zeit, dass wir die Geschichten erzählen,die sonst unter den Teppich gekehrt werden.










Kommentare


Hi, danke fürs Vorbeischauen!

Ich bin ein Textabschnitt. Klicken Sie hier, um Ihren eigenen Text hinzuzufügen und mich zu bearbeiten. Hier können Sie Ihren Besuchern mehr erzählen. 

Keine Beiträge verpassen.

Danke für die Nachricht!

  • Facebook
  • Instagram
  • Twitter
  • Pinterest

Teilt eure Gedanken mit mir

Danke für die Nachricht!

Impressum     Datenschutz     AGB

© 2035 Kopfüber. Erstellt mit Wix.com

Click "Preview" in your Editor to see how it works.

bottom of page