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🧳 Joachim – mein Sohn, mein Herz und das wandelnde Schweigegelübde

  • 15. Mai 2025
  • 2 Min. Lesezeit


Ich hab ihn mit 32 bekommen, mein einziges Kind – großgezogen mit Liebe, Mut und einer gehörigen Portion Improvisationstalent. Und ich würd’s wieder tun. Joachim ist mein Sohn. Mein Stolz. Mein Herzmensch.Auch wenn er sich gerade benimmt wie ein Nebendarsteller in seinem eigenen Leben … und mich offenbar aus dem Drehbuch gestrichen hat.



Seine komplette Habe – 90 % seines Besitzes inklusive Klamotten, Möbel und allerlei Krimskrams – steht inzwischen in seiner neuen Wohnung direkt unter mir im Erdgeschoss. Schön ordentlich. Alles da. Nur er ist irgendwie … nicht da. Und das seit einem Vierteljahr. Kein "Hallo Mama", kein "Wie geht's", nicht mal ein vergessenes T-Shirt als Vorwand für ein Gespräch.



Stattdessen hab ich gerade seine zwei Katzen auf der Couch. Ich füttere, kraule, putze Klumpstreu – und führe halblaute Gespräche mit ihnen, in der Hoffnung, dass sie vielleicht einen Gruß von ihm überbringen. Tun sie nicht. Aber sie schnurren wenigstens.


Ich weiß, das Leben da draußen ist laut, voll und manchmal zu viel. Ich weiß auch, dass Männer in dem Alter oft eher anpacken als anrufen. Aber hey – eine WhatsApp kostet kein Vermögen. Und ein „Danke Mama“ wär jetzt nicht direkt Hochleistungsgefühlskunst.



Ich halte trotzdem den Raum. Die Tür. Das Herz.Wie eine Bühne, auf der der Hauptdarsteller jederzeit wieder auftauchen darf.Vielleicht mit neuen Ideen. Vielleicht auch nur mit Hunger.

Ich liebe ihn. Bedingungslos.Aber ich bin auch müde.Müde davon, ständig den Platz freizuhalten, ohne zu wissen, ob überhaupt noch jemand zurückkommt.



😼 Krümel kommentiert trocken:„Wenn er wieder auftaucht, soll er bitte zuerst mir Leckerli bringen. Dann Mama eine Umarmung. Und wehe, er geht vorher in die Küche.“



🧡 Kennst du das auch? Dieses Warten auf ein Lebenszeichen – obwohl du doch eigentlich längst loslassen solltest?Dann komm näher. Ich hab Tee. Und eine Couch.👉 Erzähl mir deine Geschichte. Denn auch Mütterherzen brauchen manchmal ein offenes Ohr.



 
 
 

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