💬 Ein Brief an mein jüngeres Ich – über Arbeit, Mut und das Leben dazwischen
- 30. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Weißt du was, mein jüngeres Ich?Ich würd dich so gern kurz anrufen – einfach so, mit einer warmen Tasse Tee oder meinem Zaubertrank in der Hand – und sagen:„Bleib ruhig, Mädel. Es kommt alles anders, als du denkst – aber genau richtig, wie’s kommen muss.“
Ich seh dich noch: jung, ehrgeizig, voll Hoffnung, mit Listen und Zielen und dieser großen Angst, was Falsches zu machen.Du willst Sicherheit, Anerkennung, Ordnung im Leben.Und du glaubst, Arbeit ist der Schlüssel dazu.Dass man nur genug schaffen muss – dann passt’s schon irgendwann.
🌱 Damals: Zwischen Pflichtgefühl, Liebe und Kampfgeist
Ich weiß, du wolltest’s allen recht machen.Du warst fleißig, zuverlässig, pflichtbewusst – die, auf die man sich verlassen kann.Du hast geglaubt, je mehr du tust, desto sicherer wird dein Platz in der Welt.
Und dann kam das Leben. Mit seiner eigenen Art, dir beizubringen, dass Sicherheit keine Garantie ist.Dass du stark bist, aber nicht unverwundbar.Dass man Liebe nicht festhalten kann, wenn sie gehen will.
Die Ehe, die du voller Hoffnung begonnen hast.Das Alleinsein danach.Der Spagat zwischen Job, Kind, Katzen und Haushalt,der dich oft an deine Grenzen gebracht hat.Aber du hast’s geschafft.Du hast funktioniert – und überlebt.
Und dann kam dein Sohn – dein größtes Geschenk,auch wenn’s oft hieß, durchhalten, improvisieren, weitermachen. Er hat dich geerdet, dich wachsen lassen,und dich gelehrt, dass Liebe nicht immer laut ist,sondern oft einfach still durchhält.
💚 Heute: Dankbar, weiser, nicht mehr brav
Ich hab gelernt, dass man sich in dieser Welt oft selbst retten muss.Dass Wertschätzung selten von außen kommt –und dass Freiheit manchmal erst dann wächst,wenn du alles Vertraute loslässt.
Heute sitz ich hier, mit meinem Roland an meiner Seite –dem Mann, den ich schon kannte,aber erst jetzt wirklich gefunden hab. Mit Krümel, meinem kleinen schwarzen Philosophen mit den gelben Augen,und mit einem Sohn, auf den ich stolz bin.Und ich denk mir:„Mensch Ursel, das Leben hat dich ganz schön durchgewirbelt –aber schau dich an, du stehst noch. Und du strahlst.“
🐾 Wenn ich meinem jüngeren Ich was raten dürfte …
Dann würd ich sagen:„Hör auf, dich kaputtzumachen für Dinge, die dich leer zurücklassen.“Mach keine drei Jobs, um gerade so über die Runden zu kommen.Schau über den Tellerrand –nicht mit Angst, sondern mit Neugier.
Es gibt Wege, die sind anders,aber sie führen dich dorthin, wo du wieder atmen kannst.Ich hab’s selbst erlebt.Ich hab mich neu erfunden – nicht mit 20,sondern mit über 60.
Ich hab gelernt, dass man auch später im Lebennochmal ganz neu anfangen darf.Dass ein Business mit Herz,das dich wachsen lässt, dir Freiheit schenkt,und gleichzeitig Sinn hat,nicht nur für dich, sondern auch für andere –die schönste Art von Arbeit ist, die es gibt.
🌻 An alle jungen (und nicht mehr ganz so jungen) Frauen
Ich weiß, die Welt sagt euch: „Mach mehr, arbeite härter, mach Nebenjobs.“Aber ich sag euch:Mach’s klüger.Schau, wo dein Herz Ja sagt.Schau, wo du deine Zeit in etwas steckst, das dir langfristig Freiheit schenkt,nicht nur eine weitere Verpflichtung.
Mein Business hat mir das gegeben:Selbstbestimmung, Austausch, Sinn –und das gute Gefühl, dass mein Tun was bewegt.Dass ich Tieren helfen kann.Dass ich Frauen Mut machen kann.Dass ich zeigen darf: Es geht!Auch mit 50+, mit Katzen, mit Vergangenheit und mit Herz.
Ich bin heute nicht reich im klassischen Sinn,aber reich an Erfahrungen, Erkenntnissen,und an dem Wissen, dass mein Leben mir gehört.
Und wenn ich zurückschaue –auf meine Ehe, auf meinen Sohn,auf Roland, auf Krümel, auf meine langen Jahre beim BSD,auf Krankheit, Mut, Neubeginn –dann sag ich mir:Ich hab alles gebraucht, um die zu werden, die ich heute bin.Und ich mag mich so, wie ich jetzt bin.





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